So helfen Sie Ihrem Kind

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Wenn Kinder beim Lernen Hilfe brauchen, springen in der Regel die Eltern als Nachhilfelehrer ein. Es kostet nichts und sie sind ständig erreichbar. Die Eltern-Rolle bringt es allerdings mit sich, dass diese eine sehr enge Bindung zum Schüler haben. Manche können nur schwer zwischen Mutter-Tochter  bzw. Vater-Sohn trennen. Sie übertragen ihre eigenen Erfahrungen, Erwartungen und Ängste auf ihr Kind. Ärger ist vorprogrammiert und selbst schulische Erfolge lassen nicht wirklich Freude aufkommen. Wer es besser machen möchte, dem gebe ich für das gemeinsame Lernen folgende Tipps an die Hand:

  • Vereinbaren Sie regelmäßige Termine mit Ihrem Kind und nehmen Sie sich Zeit. Schenken Sie ihm während dieser Zeit Ihre volle Aufmerksamkeit. Zweimal pro Woche eine halbe Stunde Nachhilfe reichen bereits aus. Wer ungeduldig oder gedanklich noch mit anderen Dingen beschäftigt ist, wird kaum Ruhe bewahren – und die braucht man zum Lernen, sowohl als Lehrer wie auch als Schüler.
  • Streifen Sie die Mutter/ Vater-Rolle vorher ab. Treffen Sie sich dazu, wenn möglich, in einem neutralen Raum oder/ und ziehen Sie sich etwas anderes an – schon ein Paar Schuhe können helfen, sich anders zu fühlen.
  • Kontrollieren Sie nicht, unterstützen Sie. Schauen Sie nicht auf die letzte Fünf, sondern auf das, was Ihr Kind in Zukunft besser machen kann und vor allem zeigen Sie ihm wie! Ermahnungen und wiederholte Geringschätzungen vergangener Leistungen machen alles nur noch schlimmer. Jedes Kind möchte seinen Eltern gefallen und sehnt sich nach Anerkennung.
  • Trennen Sie Person von persönlicher Leistung. Denken Sie während des gemeinsamen Lernens an Dinge, die Ihr Kind gut kann. Ob kreative oder sportliche Aktivitäten, mit dem Bild vom letzten Pokalsieg im Kopf, verändern Sie ihre Haltung gegenüber Ihrem Kind und seinen Fähigkeiten positiv.
  • Achten Sie auf Ihre nonverbale Kommunikation. Der ungeduldig klopfende Zeigerfinger oder/ und ein genervtes Augenrollen bei einer wiederholt falsch gelösten Aufgabe kommen beim Gegenüber an – zeigen aber destruktive Wirkung. Wie würden Sie sich dabei fühlen? Erinnern Sie sich daran, dass Sie am Beginn eines neuen Abschnitts sind. Sie werden Ihr Kind von nun an begleiten und beide bald mehr wissen.
  • Nehmen Sie den Druck raus. Für Ihr Kind sind Sie Vorbild. Wenn Sie verhindern wollen, dass Ihre Tochter oder Ihr Sohn Opfer übersteigerter Erwartungen wird, dann werden Sie selbst entspannter. Das Streben nach immerwährendem Erfolg kann sehr anstrengend sein – auch für einen Schüler. Lernen Sie beide das Pareto-Prinzip umsetzen und sorgen Sie in zwanzig Prozent der Zeit dafür, dass achtzig Prozent erfolgreich verläuft.
  • Haben Sie Spaß! Lernstoff, der mit positiven emotionalen Erfahrungen verknüpft ist, wird besser behalten. Achten Sie also auch auf die richtige Stimmung. Lachen macht locker und entkrampft.

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